Mercatale Valdarno: Wege, Geschichte und lokale Feste

Mercatale Valdarno liegt an der antiken Trasse der Via Cassia. Der Ort entstand aus dem siedlungsgeschichtlichen Zusammenschluss der beiden benachbarten, ursprünglich unterschiedlichen Gemeinschaften Santa Reparata a Mercatale und San Biagio alla Torre a Mercatale. Für 1776 gilt der Markt bei Santa Reparata als großer, von Häusern umgebener Platz mit einem öffentlichen Brunnen. Die antike Trasse der Via Cassia steht dabei einem konkret datierten Marktbild von 1776 gegenüber. Für Sie ist Mercatale Valdarno damit ein Ziel, an dem Landschaft, Ortsgeschichte und lokale Esskultur in unterschiedlichen Formen zusammentreffen.

Wege durch Wald, Weinreben und Olivenbäume

Der Rundweg „Anello – Mercatale Valdarno – Villa Petrolo – Poggio Marianna – Solata – Torre Galatrona“ führt durch bewaldetes Gelände. Einzelne Abschnitte sind mit Weinreben und Olivenbäumen bewirtschaftet. Dadurch zeigt der Weg verschiedene Landschaftsbilder, ohne dass die Route auf ein einziges Motiv begrenzt bleibt. Die Stationen des Rundwegs bilden für die Tagesplanung mehrere konkrete Orientierungspunkte und machen die räumliche Abfolge der Route leichter erfassbar.

Der Zugang von Mercatale Valdarno in Richtung Galatrona führt durch eine Landschaft mit Zypressen, Steineichen, Zedern und Weinbergen. Entlang dieses Weges steht eine jahrhundertealte Cupressus sempervirens, also eine wegen ihrer Schönheit und Größe außergewöhnliche Zypresse. Der Baum bildet ein markantes Naturmotiv innerhalb dieser von Gehölzen und Weinbau geprägten Umgebung.

Die Strada del Vino ist ein 10 km langer, leicht zu bewältigender Weg, der durch das Gebiet von Mercatale Valdarno führt. Für die eigene Tagesplanung bietet diese zehn Kilometer lange Strada del Vino einen klar begrenzten Wegabschnitt im Gebiet von Mercatale Valdarno. Die feste Länge bildet dafür einen klaren Planungsrahmen.

Gassen, Kirchen und gewachsene Ortsgeschichte

Ein Spaziergang durch die engen Gassen von Mercatale Valdarno und Torre bietet Ausblicke auf Steinhäuser, mit Blumen geschmückte Balkone und freskierte Nischen. Die Widmung der Kirche Santa Reparata in Mercatale gilt im Gebiet von Bucine als einzigartig. Die Kirche des Erlösers ist mit Votivgaben und Stuckarbeiten geschmückt. Im Ortsbild stehen so Steinhäuser, Balkone und Nischen neben den Votivgaben und Stuckarbeiten der Kirche des Erlösers.

Olivenpressen und Feste im Jahreslauf

In Mercatale Valdarno gab es 1776 zwei Ölmühlen. Dies gilt als Hinweis darauf, dass die Tradition des Olivenpressens dort wie im übrigen Valdambra lebendig war. Der regionale Bezug reicht dabei ausdrücklich bis in das übrige Valdambra.

Die Sagra del Marrone gilt als Herbstfest am zweiten Oktoberwochenende, bei dem im Dorf Mercatale Valdarno Märkte und gastronomische Stände stattfinden. Die Sagra della Ribollita gilt als Veranstaltung am Palmsonntag in Mercatale Valdarno; bei ihr kann Ribollita verkostet werden, eine Suppe aus altbackenem Brot und Gemüse. Wenn Sie lokale Küche nicht nur als Beilage, sondern als Teil der Ortskultur kennenlernen möchten, geben diese beiden Feste unterschiedliche saisonale Anknüpfungspunkte.

Weitere Ortsziele: Moncioni.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Montevarchi.

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