Frassineta: Geschichte, Bergblick und Wege im Casentino
Frassineta verbindet eine bis ins 10. Jahrhundert zurückreichende Geschichte mit weiten Bergblicken und mehreren dokumentierten Wegen durch die Landschaft. Wenn Sie für Ihre Italienreise einen Ort mit historischem Charakter und Anknüpfungspunkten für Wanderungen oder Radtouren suchen, bietet die kleine Siedlung unterschiedliche Themen für die Planung Ihres Aufenthalts.
Von der ländlichen Siedlung zum befestigten Ort
Frassineta entstand um das 10. Jahrhundert als ländliche „CURTIS“, also als von einem wohlhabenden Grundherrn geführte Agrarsiedlung. Ein Eintrag vom Juni 1019 erwähnt, dass Pietro, der Sohn der donna Angantuada, ein Drittel eines Hauses in Frassineta der Badia di Prataglia schenkte. Um 1200 wurde der Ort von Mauern umgeben. Innerhalb dieser Befestigung lagen die Kirche, der Wachturm, der Platz sowie der herrschaftliche und administrative Sitz. Im Mittelalter war Frassineta an der Via Romea außerdem ein Durchgangsort für Pilger.
Kirche, Wachturm und lokale Zeugnisse
Der mittelalterliche Wachturm besitzt einen quadratischen Grundriss mit etwa vier Metern Seitenlänge und diente der Verteidigung und Beobachtung. Sein abgestuftes Sockelwerk gilt im Casentino als einzigartig und erinnert an römische Bauwerke. Die Pfarrkirche Sant’Egidio hat ein einschiffiges Langhaus, einen leicht erhöhten Hauptaltar und zwei Seitenaltäre, die der Jungfrau Maria beziehungsweise dem heiligen Antonius Abbas geweiht sind.
In der Cappellina befindet sich eine Terrakotta-Madonna, die als Madonna der sieben Schwerter oder Madonna der sieben Schmerzen bekannt ist und von den Einwohnern Frassinetas verehrt wird. In der Kirche hängt noch ein weißes Banner mit blauem Kreuz, das aus der Seide eines Fallschirms gefertigt wurde. Auch der Brunnen und die Waschstelle tragen das Wappen von Camaldoli. Das Granaio di Narciso ist eine kleine dauerhafte Privatausstellung in einer alten Scheune; dort werden Zeugnisse der materiellen Kultur des Vallesanta gesammelt. Besuche sind auf Anfrage unter 340 6472250 vorgesehen.
Bergblick und Wege durch Wälder und Wiesen
Von Frassineta bietet sich ein weiter Blick über die Bergkette vom Monte Zuccherodante mit 1.224 m über den Montalto mit 1.291 m und den Poggio Tre Vescovi mit 1.232 m bis zum Monte Penna. Ebenfalls sichtbar ist Corezzo, das von Wäldern und Wiesen umgeben ist. Eine Rundwanderung ab und bis Frassineta führt durch Zerreichenwälder und an den Ruinen des Gehöfts Bellaria vorbei. Entlang der MTB-Strecke 05 gehören die monumentalen Kastanienbäume von Frassineta zu den markanten Bäumen der Route.
Wandern, Pilgerwege und Mountainbike-Routen
Der CAI-Weg 073 führt von Frassineta über den Poggio della Cesta in Richtung Badia Prataglia. Die Route Anello 4 „Da Rifugio a Rifugio“ des Nationalparks verläuft von Bagno di Romagna über Nasseto und den Passo Serra durch Corezzo und Frassineta bis nach Badia Prataglia. Für das Mountainbike führt die Strecke 05 von Badia Prataglia über Frassineta, Biforco, den Passo Serra und den Passo Mandrioli zurück nach Badia Prataglia.
Die Vallesanta-Karte führt außerdem eine 4,5-stündige Rundwanderung auf der Strecke Frassineta – Poggio della Forca – Rimbocchi – Aioli – Scappruggine – Molino di Corezzo – Corezzo – Frassineta. Auf der Pilgeretappe führt der Weg nach Frassineta zunächst über die Provinzstraße Alto Corsalone. Anschließend folgt er dem CAI 054 und trifft nahe dem Kamm auf den CAI 053, der zur Verna führt. Ein ansteigender Weg führt nach Frassineta, einem kleinen Ort, der von der Kirche beherrscht wird. Für die Wahl eines Hotels kann daher entscheidend sein, ob Sie vor allem historische Bauwerke, eine bestimmte Wanderung oder eine Radtour in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten.
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