Cortona zwischen etruskischer Geschichte und franziskanischer Tradition
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Foto: Eric Kilby via Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0
In Cortona verbinden sich etruskische Spuren, mittelalterliche Baugeschichte, Museen und franziskanische Tradition.
Etruskische und mittelalterliche Spuren
Das archäologische Gebiet von Sodo liegt im Ortsteil Sodo am Fuß von Cortona und umfasst den etruskischen archaischen Tumulus I des Sodo. Im Stadtbild führt der Palazzo Casali in eine andere Epoche: Er wurde im 13. Jahrhundert von der Herrschaft der Casali erbaut und diente während der Herrschaft Cortonas von 1325 bis 1409 als offizielle Residenz der Familie. Die beiden unterirdischen Geschosse des Palazzo Casali, die früher als Gefängnisse dienten, beherbergen das Museo della Città Etrusca e Romana di Cortona.
Auch die Concattedrale di Santa Maria Assunta steht auf mehreren historischen Schichten. Ihr Bau befindet sich auf den Überresten etruskischer und mittelalterlicher Mauern sowie auf den an der Fassade sichtbaren Ruinen der antiken Pieve di Santa Maria. Der Glockenturm stammt aus dem Jahr 1566 und ist ein Werk des aus Cortona stammenden Architekten Francesco Laparelli.
Festung, Museen und sakrale Orte
Die Fortezza del Girifalco erhebt sich beherrschend über dem Hügel von Cortona. Sie wurde 1561 vom Architekten Serbelloni im Auftrag des Großherzogs Cosimo I. de’ Medici erbaut und wird als historischer Veranstaltungsort für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst genutzt. Damit treffen an diesem Ort militärische Baugeschichte und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aufeinander.
Das Diözesanmuseum von Cortona ist im Complesso del Gesù untergebracht, das zwischen 1498 und 1505 errichtet wurde. Das Museum beherbergt Gemälde auf Holztafeln und Leinwand sowie die „Verkündigung“ von Beato Angelico. Die Basilika Santa Margherita in Cortona liegt am Rand der historischen Altstadt von Cortona in erhöhter Lage. In einer Urne über dem Hochaltar bewahrt ein getriebener Silberrahmen den Leichnam der heiligen Margareta auf.
Le Celle gilt als eines der ersten franziskanischen Eremitorien und als bedeutender Wallfahrtsort für die Anhänger des heiligen Franziskus. Das Eremitorium zählt zudem zu den ersten franziskanischen Niederlassungen, die Franz von Assisi auswählte und wünschte. Der liturgische Gedenktag der heiligen Margareta am 22. Februar gilt als großer Festtag für Cortona und das gesamte Bistum.
Musik und Ausblicke
Seit 2000 organisiert die Associazione Organi Storici Cortona jedes Jahr eine Konzertreihe mit Orgelwerken sowie mit Orgel und anderen Instrumenten. Die Konzertreihe setzt damit einen musikalischen Akzent zu den sakralen und kunsthistorischen Themen Cortonas. Auf der Route Cortona–Alta Sant’Egidio–Eremo delle Celle eröffnen sich an einigen Stellen Ausblicke auf Cortona und das Val di Chiana.
Anreise und regionale Orientierung
Von den Bahnhöfen Terontola oder Camucia Cortona ist Cortona mit dem Taxi oder mit Bussen von Tiemme beziehungsweise Autolinee Toscane erreichbar. Von den Bahnhöfen Arezzo und Castiglion Fiorentino bestehen ebenfalls Busverbindungen nach Cortona.
Weitere Orte im Gemeindegebiet
Für die weitere Orientierung können Sie auch die verbundenen Orte erkunden: Camucia, Pergo Di Cortona, Terontola, Pietraia, Barullo-Centoia, Campaccio, Mercatale, Fratticciola, Riccio, Cegliolo, Ossaia, Sant'agata, Col Di Morro, Torreone, Montanare, Monsigliolo und Chianacce.
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