Civitella in Val di Chiana: Geschichte, Kunst und Landschaft

File:Civitella in val di chiana, veduta 01.jpg File:Civitella in val di chiana, veduta 01.jpg Foto: Sailko via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Civitella in Val di Chiana verbindet befestigte Geschichte, Kunst und eine von Olivenhainen und Weinbergen geprägte Hügellandschaft. Wenn Sie für Ihre Italienreise einen Ort mit kulturellen Anlaufpunkten und eigenem kulinarischem Charakter auswählen möchten, eröffnet Ihnen der Ort mehrere unterschiedliche Zugänge: Sie können die Rocca und ihre Tore betrachten, Kunstsammlungen und Erinnerungsorte besuchen oder Landschaft und eine lokale Spezialität kennenlernen.

Festung, Tore und romanische Baukunst

Die Rocca ist täglich rund um die Uhr zugänglich. Porta Aretina ist ein namentlich bezeichnetes Zugangstor in der mittelalterlichen Befestigung von Civitella in Val di Chiana. Die Kirche Santa Maria ist ein romanischer Bau, der etwa auf das Jahr 1000 zurückgeht. Bei Porta Senese, einem weiteren Zugang zum Castello, befindet sich ein Tabernakel aus dem 16. Jahrhundert mit einer polychromen Madonna mit Kind aus der Robbiana-Schule.

Kunst und Erinnerung in Civitella

Die Kunstsammlung von Civitella umfasst etwa 200 Gemälde. Die Civica Galleria d’Arte di Civitella in Val di Chiana zeigt Werke von Künstlern, die am nationalen Malereiwettbewerb Premio Città di Civitella teilgenommen haben, der 1964 gegründet wurde. Damit lassen sich historische Ortsbilder und jüngere Kunstbezüge in einem kulturellen Besuch miteinander verbinden.

Eine eigenständige Bedeutung hat die Sala della Memoria in Civitella in Valdichiana. Sie wurde 2004 anlässlich des 60. Jahrestags eines der blutigsten NS-Massaker in Italien eingeweiht. Die Sala della Memoria zeigt Fundstücke von Opfern, zahlreiche Fotografien des Ortes vor und nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, Archivdokumente, historische Forschungen und Zeugenaussagen. Im Museo del Sarapino zeigt die Sala delle Lance lokal gefertigte Kunsthandwerksarbeiten sowie die von den Mitwirkenden getragenen Kostüme und die für die Giostra del Sarapino verwendeten Zubehörteile.

Lokaler Geschmack und hügelige Landschaft

Zum lokalen Charakter gehört Corolli di Civitella, ein typisches ringförmiges Gebäck der Gegend aus Mehl, Eiern, Zucker, Schmalz, Hefe und Vin Santo. Die hügelige und bergige Landschaft rund um Civitella in Val di Chiana wird von Olivenhainen und Weinbergen geprägt. Für Sie entsteht dadurch ein Reisethema, das Ortsgeschichte, Kunst und regionale Esskultur mit dem Blick auf die Landschaft verbindet.

Naturbeobachtung als ergänzende Idee

Vom Besucherzentrum Ponte a Buriano führen mehrere Wege zu einem Schilfgebiet und zu Beobachtungshütten für die Vogelbeobachtung. Dieser Naturaspekt ergänzt die kulturhistorischen Themen um eine ruhigere Form der Erkundung. Für die Reiseplanung können Sie daher zwischen Rocca, Toren, Kirche und Museen einerseits sowie Landschaft und Vogelbeobachtung andererseits gewichten. Wenn Sie ein Hotel auswählen, hilft diese Unterscheidung dabei, den gewünschten Rhythmus zwischen Ortsbesichtigung, Kunst, Erinnerungskultur und einem Naturbesuch am Besucherzentrum Ponte a Buriano festzulegen. So können Sie Civitella als kulturell geprägtes Ziel mit eigener Landschafts- und Esskultur einordnen.

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