Levanzo zwischen Grotta, Buchten und Meereswelt
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Foto: Copernicus Sentinel via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 igo
Levanzo bündelt prähistorische Zeugnisse, historische Bauwerke, Buchten und geschützte Meeresräume. Damit richtet sich die Insel an Besucher, die Kultur mit Küstenerlebnissen verbinden möchten: Sie können eine Karsthöhle und ein altes Bauwerk betrachten, zu Buchten gehen oder sich mit maritimer Geschichte und der Unterwasserwelt befassen. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft hilft die Frage, ob Besichtigungen, Wege am Land oder Ausflüge auf dem Wasser den Schwerpunkt bilden sollen.
Grotta del Genovese: Felskunst aus zwei Epochen
Die Grotta del Genovese ist eine Karsthöhle an der Nordwestküste von Levanzo und öffnet sich zu einer gleichnamigen Bucht. Ihre Felsmalereien und Felsgravuren veranschaulichen das Leben im Paläolithikum und Neolithikum. Die Gravuren und Malereien zeigen überwiegend große Tiere sowie vier menschliche Darstellungen; die Gravuren wurden in die Schlussphase des Jungpaläolithikums datiert. Die geführte Besichtigung dauert zwei Stunden und kann nach vorheriger Reservierung besucht werden.
Buchten zwischen Fels, Wald und Kiesstrand
Cala Tramontana ist die größte Bucht der Insel. Hohe rötliche Felswände, wilde, unberührte und vegetationsreiche Natur sowie zahlreiche Höhlen prägen sie; diese Höhlen eignen sich zum Schnorcheln und Tauchen. Cala Minnola liegt auf der Südostseite der Insel und ist zu Fuß in etwa 20 Minuten erreichbar. Die Bucht besitzt sehr klares Wasser und ist von einem dichten Pinienwald umgeben. Cala Dogana liegt an der Südküste nahe dem Hafen, ist vom Ortszentrum zu Fuß erreichbar und besitzt einen kleinen Kiesstrand mit leichtem Zugang zum Meer, der auch für Kinder und weniger geübte Schwimmer geeignet ist. Von dort aus erreichen Sie Cala Fredda nach etwa zehn Minuten zu Fuß; der Strand besteht aus Kies und Sand. Cala Calcara ist mit dem Boot oder zu Fuß vom Ort aus über einen 2,6 Kilometer langen Weg in östlicher Richtung erreichbar.
Meeresschutzgebiet und Unterwasserwelt
Die Westküste von Levanzo liegt im Gebiet des Meeresschutzgebiets der Ägadischen Inseln. Dort sind Baden sowie Segeln und das Befahren mit Ruder- und Tretbooten erlaubt. Auf dem Meeresboden des Meeresschutzgebiets wächst die ausgedehnteste und am besten erhaltene Posidonia oceanica des gesamten Mittelmeers. Sie dient als Kinderstube des Meeres und beherbergt Hunderte von Arten.
Unterwegs auf Levanzo
Levanzo ist über den Seeweg mit Trapani und im Sommer auch mit Marsala verbunden. Touristen bewegen sich auf Levanzo überwiegend zu Fuß; ein kleinerer Teil wird mit Booten zu den Stränden gebracht. Für den Besuch der Grotta del Genovese ist bei günstigen Wetterbedingungen die Anfahrt mit dem Boot oder einem Geländefahrzeug möglich. Anschließend führt der Weg vom Ende der unbefestigten Straße noch 700 Meter zu Fuß weiter.
Spuren von Handel und Inselgeschichte
Vor Cala Minnola auf der Ostseite von Levanzo sank in der ersten Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. ein römisches Handelsschiff mit Weinamphoren des Typs Dressel 1b. Das Wrack liegt in 27 bis 30 Metern Tiefe. Die Torre Saracena ist ein altes Bauwerk, das zur Kontrolle des Meeres und zur Beobachtung ankommender feindlicher Schiffe errichtet wurde. Eine alte, inzwischen aufgegebene Masseria gehörte der Familie Florio.
Geführte Erlebnisse auf dem Wasser
Bei Levanzo werden geführte Unterwasserbesichtigungen angeboten. Dabei sind in etwa 28 Metern Tiefe mehrere gut erhaltene Ankerstöcke aus Blei zu sehen. Außerdem wirbt ein Anbieter auf Levanzo für Bootsausflüge mit Kochen an Bord.
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