Noto zwischen Barockstadt und antiker Landschaft

File:Noto dall'alto al tramonto.jpg File:Noto dall'alto al tramonto.jpg Foto: Gianluca Pirro via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Noto verbindet eine eindrucksvolle barocke Stadtanlage mit Spuren der Antike und einer vielfältigen Landschaft im eigenen Gemeindegebiet. Die Stadt gehört zu den acht Städten des UNESCO-Welterbes „Late Baroque Towns of the Val di Noto“. Zu diesem Welterbe gehört die gesamte Altstadt von Noto. Das heutige Noto wurde an einem neuen Standort wiederaufgebaut und bietet dadurch ein klar gegliedertes historisches Stadtbild mit eigenständigem Charakter.

Barocke Achsen, Plätze und Kirchen

Das heutige Stadtbild besteht aus einem geordneten Straßennetz, das auf abfallenden Terrassen angelegt ist. Eine der Hauptachsen dieses schachbrettartigen Netzes ist der Corso Vittorio Emanuele. Er wird von drei Plätzen unterbrochen: der Piazza dell’Immacolata, der Piazza del Municipio und der Piazza XVI Maggio. An der Via Cavour stehen Adelspaläste aus dem 18. Jahrhundert im spätbarocken Stil.

Am oberen Ende einer monumentalen Treppe mit vier Läufen steht die Cattedrale di San Nicolò. Ihre Fassade verbindet barocke und klassische Elemente und dominiert die Piazza Municipio. Nach Wiederaufbau und Restaurierung wurde die Kathedrale am 18. Juni 2007 wieder für den Gottesdienst geöffnet. Einen weiteren markanten Akzent setzt die Chiesa di San Domenico, ein besonders repräsentatives spätbarockes Baudenkmal von Noto. Rosario Gagliardi entwarf sie zwischen 1703 und 1727 als Klosterkirche für die Dominikanerpatres.

Antike Spuren rund um Noto

Zur Geschichte des Ortes gehört auch Noto Antica, das unter dem Namen Netum bekannt war. Dabei handelt es sich um die antike Siedlung von Noto, die durch das Erdbeben vom 11. Januar 1693 zerstört wurde. Noto Antica lag auf dem Monte Alveria, 8 Kilometer nördlich der heutigen Stadt Noto. Die Siedlung war von mächtigen Mauern und den tiefen Tälern des Monte Alveria umgeben.

Eine andere Zeitschicht zeigt die Villa Romana del Tellaro. Sie ist eine spätrömische Villa aus der Zeit des späten Kaiserreichs im Gemeindegebiet von Noto. Zu ihren Bodenmosaiken gehören Darstellungen der Rückgabe des Leichnams Hektors und von Jagdszenen. Die Mosaike werden ungefähr auf die Mitte des 4. Jahrhunderts n. Chr. datiert. Für Sie ergibt sich damit ein kulturelles Spektrum, das von antiken Mosaiken über die Geschichte von Noto Antica bis zur spätbarocken Stadtarchitektur reicht.

Naturraum und lokale Mobilität

Im Gemeindegebiet von Noto liegt außerdem die Riserva Naturale Oasi faunistica di Vendicari. Ihre Feuchtgebiete sind für Zugvögel von großer Bedeutung und beherbergen während der saisonalen Wanderungen jedes Jahr Hunderte Vogelarten. Damit ergänzt der Naturraum die historischen Themen der Stadt um einen eigenständigen Blick auf Landschaft und Tierwelt.

Für die Fortbewegung innerhalb des kommunalen Bikesharing-Systems gibt es „Noto in Bici“. Dabei handelt es sich um den öffentlichen und automatischen Fahrradverleih der Gemeinde Noto. Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Noto auswählen, können Sie deshalb zunächst Ihren persönlichen Schwerpunkt festlegen: Soll die historische Stadtstruktur mit ihren Achsen, Plätzen und Kirchen im Mittelpunkt stehen, oder interessieren Sie sich ebenso für die antiken Orte und Naturbereiche im Gemeindegebiet? Die unterschiedlichen Themen helfen Ihnen, Ihre Reiseplanung und die gewünschte Lage bewusst aufeinander abzustimmen.

Weitere Ziele zur Orientierung: Rigolizia.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Syrakus.

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