Monterosso Almo: Barock, Geschichte und lokale Küche

File:Chiesa Maria Santissima Assunta di Monterosso Almo 2.jpg File:Chiesa Maria Santissima Assunta di Monterosso Almo 2.jpg Foto: Davide Mauro via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Monterosso Almo verbindet sakrale Architektur, frühe Siedlungsgeschichte, Naturraum und lokale Küche. Feste, Handwerksszenen und örtliche Spezialitäten führen den Blick anschließend von der Geschichte zu lokalen Traditionen.

Barock, Neugotik und historische Einblicke

Das Innere der Basilica San Giovanni Battista hat drei Schiffe und ist mit Marmoraltären, Fresken und typischen barocken Dekorationen ausgestattet. Zugleich ist die Basilica ein elegantes Beispiel des sizilianischen Barocks und für ihre solare Ausrichtung bekannt, durch die der Heilige am 24. Juni beleuchtet wird.

Die Chiesa Madre Maria SS. Assunta wurde nach dem Erdbeben von 1693 im neugotischen Stil wiederaufgebaut. Im Palazzo Cocuzza bewahrt das Stadtmuseum archäologische Funde aus Monte Casasia. Die Casa Museo di Suor Rosa Roccuzzo erzählt vom Leben und Wirken der Ordensfrau, die in diesem Haus geboren wurde und dort in den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts lebte; zugleich vermittelt sie einen Einblick in das damalige Sizilien. Die beiden Häuser setzen dabei unterschiedliche Akzente: Im Palazzo Cocuzza stehen die Funde aus Monte Casasia im Mittelpunkt, in der Casa Museo die Lebensgeschichte von Suor Rosa Roccuzzo.

Monte Casasia und der Canalazzo

Die Siedlung und Nekropole von Monte Casasia bilden eine befestigte Höhensiedlung sikulischen Ursprungs. Sie wurde bereits zu Beginn der Eisenzeit im 10.–9. Jahrhundert v. Chr. genutzt und blühte vor allem im 7.–6. Jahrhundert v. auf.

Die Nekropole von Monte Casasia liegt im Parco Forestale Canalazzo, einem naturkundlichen und archäologischen Gebiet im Gemeindegebiet von Monterosso Almo, das auch Parco Canalazzo oder Bosco di Canalazzo heißt.

Feste und lokale Spezialitäten

Die Festa di San Giovanni wird in Monterosso Almo am ersten Sonntag im September gefeiert. Zu ihr gehören zwei Prozessionen; das Simulakrum des Heiligen wird auf einer „vara“ auf den Schultern getragen. Wenn Sie dieses Fest in Ihre Reiseplanung aufnehmen möchten, ist der erste Sonntag im September der relevante Termin. Für die zeitliche Reiseplanung bedeutet das einen Termin im Frühherbst, während das Presepe Vivente in die Tage zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag fällt.

Mit dem Presepe Vivente sind der Zeitraum vom 25. Dezember bis zum 6. Januar und die Gassen des Quartiere Matrice verbunden; dabei werden alte Handwerke nachgestellt. Auf der Piazza Sant’Antonio findet die Sagra dei Cavatieddi als jährlich wiederkehrende Veranstaltung statt; Besucher können Cavatieddi al sugo und andere typische Spezialitäten probieren.

Zur lokalen Brotkultur von Monterosso Almo gehören Hartteigbrot und „u scacciuni“. Warm wird „u scacciuni“ mit Öl, Oregano und „cappuliatu“ aus sonnengetrockneten Tomaten verfeinert. Zu den lokalen Mandelsüßigkeiten gehören „i marmarati“ und „i maretti“; „i maretti“ werden ausschließlich aus Mandeln hergestellt. Auf diese Weise reicht die kulinarische Auswahl von einer warmen Brotspezialität bis zu Süßigkeiten mit eindeutigem Mandelbezug.

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