Castronno: Baukultur, Felsgravuren und Wege
Castronno ist ein Ziel für Reisende, die italienische Baukultur, ältere Spuren und Wege im Gemeindegebiet miteinander verbinden möchten. Zwischen Castellazzo, mehreren Kirchen, den Felsgravuren bei den Massi incisi und dem Rad- und Fußweg Via Mazzini–Piave liegen unterschiedliche Anknüpfungspunkte für Ihre Tagesplanung.
Historische Bauwerke und Felskunst
Castellazzo ist ein befestigtes Bauernhaus mit Hof, Portikus und einem Turm mit quadratischem Grundriss aus dem 13. Jahrhundert. Zum Bauwerk gehört außerdem ein hoher Durchgangsturm mit Spitzbogen, sichtbarem Mauerwerk und einer oberen Loggia. Die heute teilweise vermauerten Biforien mit Säulchen ergänzen das architektonische Bild.
Bei den Massi incisi in località Roncaccio befinden sich Felsgravuren im Gebiet Monte Roncaccio des Bòsc di Sàss. Die Felskunst gehört vermutlich zur Golasecca-Kultur oder ist etwas älter. Auf dem Masso del Guerriero zeigt die wichtigste Gravur eine stilisierte Figur; die zugehörige Linie stellt möglicherweise einen Speer dar.
Kirchen mit unterschiedlichen Epochen
Die Fassade der Chiesa parrocchiale dei Santi Nazaro e Celso verbindet einen eklektischen Stil mit Elementen der italienischen Renaissance und Anklängen an die Romanik. Über dem Portal befindet sich eine wertvolle alte Orgel mit Pfeifen. Die Kirche ist auch für Menschen mit motorischen Behinderungen zugänglich.
Die Chiesa SS. Pietro e Paolo wurde zwischen 1964 und 1966 auf Wunsch der örtlichen Gemeinschaft von Cascine Maggio errichtet. Die Chiesa di Sant’Alessandro ist einschiffig und umfasst vier Joche; ihr Raum besitzt ein flaches Rundbogen- beziehungsweise gedrücktes Bogengewölbe und eine halbrunde Apsis. Eine dem heiligen Alessandro gewidmete Kapelle im Gebiet von Castronno wird auf das Jahr 1250 datiert und ist am Ende des 13. Jahrhunderts Goffredo da Bussero zugeordnet.
Die Bauzeiten reichen dabei vom 13. Jahrhundert des Castellazzo bis zur Errichtung der SS. Pietro e Paolo zwischen 1964 und 1966.
Park, Weg und öffentlicher Platz
Der an die Villa Puricelli angrenzende Park ist größer als ein Hektar und beherbergt eine monumentale Hängebuche. Zugleich weist die Villa heute erhebliche strukturelle Probleme auf.
Der Rad- und Fußweg Via Mazzini–Piave verläuft durch das Gemeindegebiet von Castronno. Er kann kostenlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad genutzt werden; für Menschen mit motorischen Behinderungen ist er nicht geeignet. Das Anfiteatro Piazza del Comune ist dagegen auch für Menschen mit motorischen Behinderungen zugänglich. Es steht der Gemeinschaft zur Verfügung und wird häufig für öffentliche Veranstaltungen und Kundgebungen genutzt.
Für Ihre Tagesplanung in Castronno können Sie Ihre Schwerpunkte bewusst setzen: Bauformen und Kirchengeschichte, Felsgravuren, einen kostenlos nutzbaren Weg oder das gemeinschaftlich geprägte Amphitheater.
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