Cadegliano-Viconago zwischen Geschichte und Luganersee

File:San Giovanni Battista (Cadegliano Viconago) - consecration plaque.jpg File:San Giovanni Battista (Cadegliano Viconago) - consecration plaque.jpg Foto: Kaitu via Wikimedia Commons, CC0

Cadegliano-Viconago verbindet mittelalterliche zivile Architektur, historische Kirchen und Wege mit einem Blick auf den Luganersee und die umliegenden Berge. Casa Andina in Cadegliano-Viconago gehört zur mittelalterlichen zivilen Architektur des 11. bis 12. Jahrhunderts. In der Ortschaft Doneda befinden sich die Überreste einer Burg aus dem 12. Jahrhundert; der älteste erhaltene Teil ist teilweise verfallen. Casa Andina und die Burgreste in Doneda stehen für unterschiedliche Formen weltlicher Baugeschichte: hier zivile Architektur, dort die teilweise verfallenen Reste einer Burg.

Kirchen und historische Wege in Viconago

Viconago gilt wegen seiner Lage als „Balcone sul Lago di Lugano“. Im Ortsteil Viconago befindet sich die Chiesa di Sant’Antonio Abate, das älteste Gebäude im Ortsteil und ein Nationaldenkmal. Die heutige Struktur der Chiesa di Santa Maria Assunta ersetzte zwischen 1672 und 1692 einen älteren Bau. Im historischen Zentrum verläuft außerdem eine 2004 geschaffene Mosaik-Via-Crucis durch die Laubengänge und Innenhöfe des Ortes. Sant’Antonio Abate und Santa Maria Assunta unterscheiden sich zeitlich: Das eine ist das älteste Gebäude im Ortsteil, die heutige Struktur des anderen entstand zwischen 1672 und 1692. Die 2004 geschaffene Mosaik-Via-Crucis setzt dazu einen jüngeren Zeitbezug im historischen Zentrum.

Ausblicke und Landschaft am Dovrana

Der Vorplatz der Chiesa di San Giovanni Battista bietet einen guten Blick auf den Luganersee und die umliegenden Berge. Einen weiteren festen Bezugspunkt bildet das Gebiet rund um den Bach Dovrana, das 1997 zu einem öffentlichen Park wurde.

Wandern auf den Sentieri della Pace

Die Route 5 der Sentieri della Pace bildet rund um Viconago einen etwa 11 Kilometer langen Rundweg. Die Wanderung der Sentieri della Pace führt zu Schützengräben und militärischen Laufgräben, zum Schützengraben an der Bocche di Noogh, zu Maschinengewehrstellungen auf der Alpe Foiora und der Alpe Cognolo sowie zu einem Beobachtungsposten auf dem Monte la Nave. Die ungefähre Streckenlänge von 11 Kilometern liefert für die eigene Tagesplanung einen Distanzrahmen; eine genaue Gehzeit oder ein Schwierigkeitsgrad ist damit nicht festgelegt. Die historischen Stationen liegen dabei an mehreren Punkten des Weges und reichen von Schützengräben bis zu einem Beobachtungsposten.

Rad- und Fußweg im Parco dell’Argentera

Durch den Parco dell’Argentera verläuft ein Rad- und Fußweg, der Ghirla mit Ponte Tresa verbindet. Für die Reiseplanung sind Ghirla und Ponte Tresa die beiden Ortsbezüge dieser Verbindung; Radfahrende und zu Fuß Gehende nutzen dabei denselben beschriebenen Weg.

Ein historischer Verkehrsraum

In der Römerzeit lag Cadegliano-Viconago an der Via Mediolanum-Bilitio. Diese Straße verband Mediolanum, das heutige Mailand, über Varisium, das heutige Varese, mit Luganum, dem heutigen Lugano. Die historischen Ortsbezeichnungen der Straße entsprechen damit heute Mailand, Varese und Lugano.

Weitere Orte: Cadrezzate, Lonate Pozzolo, Capolago, Varano Borghi, Gazzada Schianno, Rancio Valcuvia, Solbiate Olona, Corgeno

Varese

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