Brusimpiano zwischen Lago di Lugano und Bergwegen
Brusimpiano liegt an den Hängen der Monti Derta und Castelletto mit Blick auf den Lago di Lugano. Der Ort verbindet eine markante Seenlandschaft mit historischen Wegen, sakraler Kunst und Erinnerungen an frühere Handwerks- und Fischereigeschichte.
Seeufer, Wasser und besondere Landschaften
Direkt am See liegt das kommunale Lido, eine öffentlich zugängliche und ausgestattete Grünanlage. Am Trallo folgt der meditative Sentiero „L’arcobaleno dei colori“ dem Lauf des Gewässers und führt an sichtbaren Resten ehemaliger Mühlen vorbei.
Eine weitere landschaftliche Besonderheit ist die Cascate del Trallo. Nach einem Durchgang zwischen Felsen, der einer kleinen Höhle ähnelt, öffnet sich der Wasserfall mit einem etwa 20 Meter hohen Fall. Die Frontiera Nord wurde mit einer Reihe naturkundlich-pädagogischer Wege und Routen aufgewertet.
Wandern mit Geschichte und Ausblicken
Die Linea Cadorna verläuft in Brusimpiano über den Monte Derta. Der dortige Abschnitt ermöglicht es, die Laufgänge oder Galerien der Befestigungsanlage sicher zu durchqueren, und bietet Ausblicke über den Lago Ceresio.
Der Percorso Rodari ist ein nach Ardena führender Weg. Entlang seiner Strecke greift er einige berühmte, dem Thema Reisen gewidmete Sätze von Gianni Rodari auf. An der Cappelletta findet zur Verkündigung Mariens am Wochenende um den 25. März eine Feier statt. Am Samstagabend führt eine Fackelprozession über die Via M. Bagattini zur Kapelle, am Sonntag wird eine Messe gefeiert.
Kirchen, Fresken und lokale Erinnerung
Die Chiesa Santa Maria Nascente bewahrt wertvolle Fresken aus der Schule Bernardino Luinis sowie traditionelle Ausstattungsstücke und liturgische Gewänder. Zu ihren erhaltenen Kunstwerken gehören außerdem originale Fresken, Statuen, Marmorarbeiten und Gemälde. Im alten Ortskern schmücken mehrere sakrale Fresken lokaler Maler die Hauswände. Sie erinnern an zahlreiche Naturkatastrophen im Ort.
Das Santuario della Madonna di Ardena trägt auch den Namen Madonna del Latte und wurde zu Beginn des 17. Jahrhunderts errichtet. Das Santuario della Madonna dell’Annunciazione e Caverna dell’Eremita, die Cappelletta, entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts. San Martino ist die älteste Kirche von Brusimpiano und steht außerhalb des Orts nahe dem Borgo di Brusimpiccolo.
Die private Chiesa di Santa Rita besitzt ein Matroneum, von dem aus die früheren Herren die Messe verfolgten. In der Chiesa dell’Immacolata „Madonna dei Canicc“ finden am 7. und 8. Dezember Gottesdienste zur Unbefleckten Empfängnis statt. Zur Feier gehören Verkaufsstände mit den traditionellen „Oss de Mort“.
Fischerei, Handwerk und Geschichte des Ortes
Die Piscicoltura im Eigentum der Gemeinde Brusimpiano wurde vollständig von Fischern errichtet und 1929 fertiggestellt. Sie sollte es ermöglichen, wertvolle Fischbrut wie Saiblinge, Forellen und Felchen in den Lago Ceresio einzusetzen. Die Unione Pescatori del Ceresio bietet in Brusimpiano Angeltourismus an.
Mit dem Lanificio E. Thomas erinnert Brusimpiano an seine industrielle Vergangenheit. Ernesto Thomas gründete 1922 in Brusimpiano das gleichnamige Lanificio E. Thomas. Es spezialisierte sich auf die Herstellung hochwertiger Stoffe, die weltweit exportiert wurden. Auch Giuseppe Garibaldi und seine Armee brachen von Brusimpiano auf.
Anreise mit der Buslinie N06
Brusimpiano wird von Autolinee Varesine bedient; die Linie N06 verkehrt zwischen Varese, Bisuschio, Cuasso al Monte und Ponte Tresa und fährt etwa einmal pro Stunde.
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