Chiavenna zwischen Geschichte, Crotti und Landschaft
Wenn Sie historische Räume, lokale Spezialitäten und Landschaft miteinander verbinden möchten, bietet Chiavenna viele unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Im historischen Zentrum führen Wege von der Brücke über den Fluss Mera zu den wichtigsten Plätzen und durch Gassen, Eingangshallen und Innenhöfe mit historischem und architektonischem Wert.
Historisches Zentrum und kulturelle Zeugnisse
Die Collegiata di San Lorenzo war spätestens 973 dem Protomärtyrer San Lorenzo geweiht. In der Collegiata befindet sich das Museo del Tesoro. Zu seinen wertvollsten Werken gehört die „Pace di Chiavenna“, eine mittelalterliche Einbanddecke eines Evangeliars aus getriebenem Gold mit Edelsteinen, Perlen und Email.
Der Palazzo Salis in Chiavenna hat eine weiß-grüne Fassade, der ein abfallender Garten vorgelagert ist. Das Museo Archeologico della Valchiavenna führt Sie mit archäologischen Funden, Rekonstruktionen und didaktischen Darstellungen durch die Geschichte des Gebiets und veranschaulicht das Leben der örtlichen Gemeinschaften im Laufe der Zeit.
Das Mulino di Bottonera wurde 1867 im Handwerksviertel Bottonera in Chiavenna gegründet. Das dreigeschossige Gebäude verfügt über ein komplexes System aus Riemenscheiben, Bändern und Mühlsteinen. Im Museum lässt sich der historische Prozess der Getreideverarbeitung von der Reinigung und dem Mahlen bis zur Herstellung von Mehl, Grieß und Kleie nachvollziehen.
Die Caurga ist ein römischer Steinbruch für Speckstein zwischen den Hügeln Paradiso und Castellaccio. Später wurde sie als Teil des Befestigungssystems von Chiavenna zu einem Verteidigungsgraben umgestaltet. Das Santuario Madonna di Loreto entstand 1618 und ist von der Santa Casa di Loreto inspiriert. Im Inneren befinden sich ein Altar aus Wurzelholz der Walnuss und eine Madonnenstatue mit Kind aus dem 17. Jahrhundert von Bruder Giuseppe da Molteno.
Park, Panoramablicke und Radweg
Der Parco botanico-archeologico del Paradiso ist Teil des größeren geschützten Gebiets der Riserva naturale „Marmitte dei Giganti“. Er besteht aus zwei Hügeln, dem Paradiso und dem Castellaccio, am östlichen Rand von Chiavenna und bietet Panoramablicke auf die Stadt und das umliegende Gebiet.
Die Ciclabile della Valchiavenna ist ein Rad- und Fußweg, der durch Chiavenna führt und bis zur italienisch-schweizerischen Grenze weiterverläuft. Damit lässt sich die Stadt auch aus einer aktiven Perspektive betrachten, ohne den kulturellen Schwerpunkt des Aufenthalts aufzugeben.
Crotti und typische Gerichte
Die Crotti von Chiavenna sind natürliche Hohlräume mit gleichbleibender Temperatur. Sie wurden als Keller zur Reifung von Wein und lokalen Erzeugnissen genutzt und häufig in rustikale Osterien umgewandelt. Die jährliche Sagra dei Crotti findet Anfang September statt.
Zu den typischen Gerichten der Gegend um Chiavenna gehören die Pizzoccheri di Chiavenna und die Torta fioretto. Sie können bei der Sagra dei Crotti, bei anderen Veranstaltungen und an Verkaufsstellen im Gebiet probiert werden. So verbindet Chiavenna historische Besichtigungen, Wege durch die Stadt, Naturerlebnisse und lokale Esskultur in einem vielseitigen Reiseprogramm.
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