Solferino – Landschaft, Schlachtgeschichte und regionale Küche
Solferino verbindet sanfte Erhebungen mit einer Landschaft aus Feuchtgebieten, Teichen, kleinen Seen und Torfmooren. In tiefer gelegenen Senken gibt es diese Feuchtgebiete und Gewässer; die Torfmoore sind Spuren ehemaliger zwischenmoränischer Seen. Wenn Sie Natur nicht nur über große Landschaftsräume, sondern auch über kleine Wasser- und Moorformen wahrnehmen möchten, bietet Solferino dafür einen klaren, konkret benennbaren Schwerpunkt.
Rocca, Memoriale und Museen
Die Rocca di Solferino wurde im Jahr 1022 errichtet und ist 23 Meter hoch. Eine Panoramaterrasse gehört zum Bauwerk. Die Panoramaterrasse ergänzt die Höhenangabe um ein weiteres bauliches Merkmal der Rocca. In der Rocca werden Erinnerungsstücke, Waffen und Dokumente zur Geschichte der Rocca sowie zur Münzstätte der Gonzaga von Solferino ausgestellt. Für kulturinteressierte Reisende verbindet dieser Ort die markante Dimension eines historischen Bauwerks mit konkreten Zeugnissen seiner Geschichte.
Das Memoriale della Croce Rossa wurde 1959 zum hundertsten Jahrestag der Schlacht errichtet. Es erinnert an die Idee, die dort im Herzen und im Geist von Henry Dunant entstand. Die traditionelle jährliche Fiaccolata folgt dem Weg der Verwundeten der Schlacht von Solferino, denen Frauen aus Castiglione und Henry Dunant zu Hilfe kamen.
Im Museo del Risorgimento ist der zentrale Saal vollständig der Schlacht vom 24. Juni 1859 gewidmet. Das Museum zeigt Waffen, Uniformen, Zeichnungen, Drucke und persönliche Gegenstände von Kämpfern, chronologisch geordnet in drei Sälen. Eingerichtet wurde es 1931 von der Società Solferino e San Martino. Die chronologische Ordnung der drei Säle ergänzt den zentralen Saal mit dem 24. Juni 1859 um weitere geordnete Exponate des Museums. Wenn Sie historische Entwicklungen lieber anhand konkreter Objekte und persönlicher Zeugnisse als über einzelne Jahreszahlen nachvollziehen, bietet diese chronologische Ordnung einen besonders klaren Zugang.
Das Ossario in San Pietro in Vincoli
Das Ossario befindet sich in San Pietro in Vincoli, der ältesten Kirche Solferinos. Im Ossario werden 1.413 Schädel und die Gebeine von etwa 7.000 Gefallenen aufbewahrt, ohne Unterscheidung nach Nationalität und Rang. Die Näherung bei den Gebeinen bleibt dabei wichtig: Es geht um etwa 7.000 Gefallene, während die Zahl von 1.413 Schädeln exakt ist. Seine historische Zweckbestimmung geht auf das Jahr 1870 zurück: Das Ossario war von der Società Solferino e San Martino als würdige Aufbewahrungsstätte für die sterblichen Überreste französischer und österreichischer Soldaten vorgesehen. Die Jahreszahl 1870 gehört dabei zur vorgesehenen Bestimmung des Ossario und nicht zur Schlacht selbst.
Capunsei und die Moränenhügel
Am Fuß der Burg von Solferino gelten Capunsei als regionale Spezialität der Moränenhügel. Die länglichen Gnocchi sind mit einem Rezept aus dem 14. Jahrhundert verbunden. Das 14. Jahrhundert bezeichnet dabei den Rezeptbezug der länglichen Gnocchi in Solferino.
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