Muscoline zwischen Kirchenkunst und römischer Geschichte
Muscoline liegt jenseits des Flusses Chiese in den äußeren Moränenhügeln des Gardasees. Zugleich führt die Geschichte weit über die heutige Landschaft hinaus: Eine römische Straße verlief durch das Gebiet. Sie zweigte von der Via Emilia ab, die Mailand, Bergamo, Brescia und Verona verband, und führte über Carzago, Bottenago, Castrezzone, Cà dell’Ava, S. Quirico und Bocca di Croce. Die Verbindung reichte bis zur Riviera und ins Val Sabbia.
Kirchenkunst mit Spuren aus mehreren Jahrhunderten
Ein wichtiger Anlaufpunkt ist die Chiesa di San Giovanni Battista. Das Gotteshaus wurde etwa im 15. Jahrhundert erbaut und bewahrt ein Altarbild vom Ende des 16. Jahrhunderts. Das Werk wird dem spätmanieristischen Maler Pietro Marone aus der brescianischen Schule zugeschrieben. Es zeigt die Taufe Christi mit dem Stifter Giovanni Francini di Muscoline. Die Kirche ist ohne architektonische Barrieren und für Menschen mit Behinderungen vollständig zugänglich.
In Canova, Muscoline, steht die Chiesa di Santa Maria Annunciata, die ebenfalls etwa im 15. Jahrhundert erbaut wurde. Sie ist auch als „Madonna della Rassega“ bekannt. Dieser Beiname geht offenbar auf eine alte, vom Wasser des Flusses angetriebene Sägerei zurück. Für die Zugänglichkeit ist ein anderer Rahmen zu beachten: Die Kirche weist architektonische Barrieren auf und ist für Menschen mit Behinderungen nicht vollständig zugänglich.
Die Chiesa San Pietro Apostolo ist ohne architektonische Barrieren und für Menschen mit Behinderungen vollständig zugänglich. Außerdem bewahrt die Kirche ein bemerkenswertes Altarbild aus der frühesten Zeit des 17. Jahrhunderts, das Antonio Gandino zugeschrieben wird und die Übergabe der Schlüssel Jesu an S. darstellt.
San Rocco und der historische Ortskern
Die Chiesa di San Rocco verbindet sichtbare Baugeschichte mit einer deutlich älteren sakralen Vergangenheit. Das heutige Gebäude stammt aus dem späten 15. oder dem frühen 16. Jahrhundert. Die sakrale Geschichte dieses Ortes reicht mindestens bis in die römische Zeit des 3. Jahrhunderts n. Chr. zurück: An einer bis heute bestehenden Quelle stiftete Paulinus Aper aus der Familie der Nonii Arii eine dem Gott Merkur geweihte Votivtafel.
Zur historischen Orientierung gehört außerdem die Torre Campanaria. Der Glockenturm wurde im 16. Jahrhundert errichtet und größtenteils aus lokalem Gestein der miozänen Felsformation „Formazione di Muscoline“ gebaut. Für Ihren Besuch ist wichtig, dass die Torre Campanaria nicht für Besichtigungen oder den Zugang zum Inneren geöffnet ist. Das Äußere kann jedoch besichtigt und betrachtet werden.
Die Chiesa della Madonna del Carmine, San Quirico e Giulitta, ist mit dem Auto erreichbar; in unmittelbarer Nähe befinden sich Parkplätze.
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Für die weitere Orientierung können Sie auch Bassanega, Corte Franca, Capriolo, Bovezzo, Arias, Moerna, Manerba Del Garda und Casaccie einbeziehen.
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