Gambara zwischen Kirchen, Festen und gemeinsamer Tafel

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Historische Bauwerke und sakrale Räume

Die Baugeschichte Gambaras wird an Sakralbauten und dem Castello Gambara-Calini sichtbar. Das Santuario della Madonna della Neve steht vor dem Schloss der Adelsfamilie Gambara.

Das heutige Santuario della Madonna della Neve wurde 1504 errichtet, nachdem das frühere, baufällige Gebäude abgetragen worden war.

Im Inneren des Santuario befinden sich reliefverzierte Oberflächen und Wandmalereien. Der einschiffige Raum endet in einem rechteckigen Presbyterium, sodass sich die Wirkung des Gebäudes auch über seine Raumaufteilung erschließt.

Das Castello Gambara-Calini war eine Festung und der Wohnsitz der Adelsfamilie Gambara. Seine Ursprünge reichen bis ins 14. oder 15. Jahrhundert zurück. Das Castello befindet sich in Privatbesitz und ist nicht zu besichtigen.

Die Chiesa dei Santi Pietro e Paolo Apostoli besitzt ein einschiffiges Langhaus mit Seitenkapellen sowie ein rechteckiges, apsisförmig abschließendes Presbyterium. Am 11. November 1595 wurde sie zur Pfarrkirche von Gambara, nachdem Baptisterium und Kapitel von Santa Maria della Neve dorthin verlegt worden waren.

Feste, Musik und gemeinsames Essen

Zur Festa della Madonna della Neve gehören unter anderem Konzerte. Die Feierlichkeiten können bis zu fünf Tage dauern. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten findet außerdem die traditionelle Cena della Neve statt.

Bei der Cena della Neve bringen die Teilnehmenden ihre Tische, Stühle, Speisen und Getränke selbst mit. Auch Tischwäsche, Servietten und Besteck gehören zur eigenen Vorbereitung. Das gemeinsame Essen ist dadurch eng mit dem persönlichen Beitrag der Teilnehmenden verbunden.

Gambara feiert den Tag des San Gottardo am 4. Mai. Bei der Festa patronale di San Gottardo treffen sich Familien und Freunde auf den Feldern neben der gleichnamigen Kirche zu gemeinsamen Essen, Gesang und Briscola-Partien. Dabei werden auch Zelte, Wohnmobile, Traktoren und Wohnwagen aufgestellt.

Zum traditionellen Picknick bei der Festa patronale di San Gottardo gehören Salami, Würste, Bisolà, herzhafte Pasteten, Eier, Käse, Gegrilltes und Wein.

Weitere lokale Termine und Spezialitäten

Beim traditionellen Falò di Sant'Antonio wird am 17. Januar in Gambara ein Feuer zu Ehren des heiligen Antonius Abate entzündet. Krapfen, andere traditionelle Süßspeisen und Glühwein werden gemeinsam am Feuer genossen.

Die Fiera di San Giuseppe bietet Verkostungen bäuerlicher Küche und von Spezialitäten aus verschiedenen Regionen Italiens. Zur Messe gehören außerdem Konzerte mit traditioneller Musik, sodass regionale Küche und musikalische Tradition zusammenkommen.

Der Incanto di San Rocco ist eine traditionelle Wohltätigkeitsauktion, die sich seit fast 180 Jahren zurückverfolgen lässt. Bei dieser Auktion werden gespendete Gegenstände wie Süßigkeiten und Blumen angeboten.

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