Castel Mella: Barock, Natur und lokale Tradition
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Castel Mella verbindet Spuren langobardischer Geschichte mit lombardischem Barock, religiösen Festen, handwerklicher Überlieferung und grünen Erholungsflächen. Für Ihre Reiseplanung lässt sich der Ort daher aus mehreren Perspektiven kennenlernen: über Kirchen und historische Gebäude, über Wasserläufe und Radwege oder über lokale Küche und Feste.
Kirchen, Kapellen und Ortsgeschichte
Castel Mella wurde im 6. Jahrhundert von den Langobarden gegründet. Dort wurde ein langobardisches Grab mit einer Beigabe, einem Schwert, entdeckt. Die Chiesa Parrocchiale dei SS. Siro e Lucia entstand zwischen 1708 und 1747 im lombardischen Barockstil. In ihrer Apsis befindet sich ein Altarbild von Paolo da Caylina dem Jüngeren; die drei Kuppeln und die Wände sind mit einem Freskenzyklus von Giovanni Antonio Cappello bedeckt.
Das Santuario della Madonnina del Boschetto in Onzato steht an einem Ort, der seit der keltischen Zeit über die römische Zeit bis in die christliche Zeit als heilig gilt. Die heutige Kirche wurde zwischen 1730 und 1737 ebenfalls im lombardischen Barockstil erbaut. In Colorne erinnert das Oratorio di San Giovanni Battista an eine Kapelle aus dem Jahr 1599.
Feste, Handwerk und bäuerliche Küche
Die Festa della Madonna del Boschetto wird jedes Jahr am 8. September anlässlich der Geburt Mariens gefeiert. Zu dem Fest gehören liturgische Feiern, Spiele und Marktstände. Ein weiterer jährlich wiederkehrender Termin ist die Sagra del Loertis in Castel Mella. Im Mittelpunkt steht Loertis, also wilder Hopfen; dazu werden typische Gerichte und lokale Produkte angeboten.
Das Museo del Falegname „Cav. Pietro Ferrari“ umfasst mehr als 2.000 Werkzeuge und Maschinen der Holzverarbeitung und weist keine architektonischen Barrieren auf. Auch La Macina – lokal La Màsnä – erzählt von handwerklicher und landwirtschaftlicher Vergangenheit: Der Ort war früher das Molino di Onzato und umfasste eine zweirädrige Mühle sowie eine Ölmühle. Mit La Macina, auch La Masna, ist zudem eine historische Osteria verbunden, die für Gerichte der bäuerlichen Tradition bekannt ist.
Wasser, Bäume und Radwege
Der Parco del Fontanone ist eine 5.940 m² große Erholungsfläche am Ufer der Roggia Fontanone. Das Wasser der Roggia entspringt zahlreichen Fontanili-Quellen. Der Park ist Teil des Radwegenetzes „Via dei Fontanili“ und verbindet damit Naturbeobachtung und regionale Wegeerfahrung. Eine andere grüne Fläche ist der Bosco Urbano dell'Oppolo: Er umfasst 16.030 m² und besteht aus 300 einheimischen Bäumen aus örtlichen Baumschulen.
Der Bosco Urbano dell'Oppolo ist auch mit dem Rollstuhl zugänglich und verfügt über angrenzende Parkplätze. Diese Information kann für Ihre Planung ebenso wichtig sein wie die lokale Mobilität: In der Nähe der Chiesa Parrocchiale dei SS. Siro e Lucia befinden sich Haltestellen der Buslinie 17 an der Via Umberto I und der Via Lombardia. Bei der Wahl eines Hotels können Sie so die kulturellen, natürlichen oder kulinarischen Schwerpunkte Ihrer Reise gegeneinander abwägen.
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