Calcinato entdecken: Geschichte, Kunst und Wege
Calcinato verbindet eine markante Landschaftslage mit einer dicht belegten Kulturgeschichte. Der Fluss Chiese verläuft entlang von Calcinato; zugleich liegt der Ort am äußeren Rand des Moränenamphitheaters des Gardasees. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem sich Naturraum, Ortsbild und Zeugnisse der Vergangenheit bei der Reiseplanung aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten lassen.
Landschaft und Wege
Die kommunalen Rad- und Fußwege von Calcinato sind mit den Wegen der Nachbargemeinden verbunden. Das eröffnet eine praktische Perspektive für Gäste, die ihre Tage gern zu Fuß oder mit dem Fahrrad gestalten. Je nach persönlichem Rhythmus können Sie Calcinato dabei über Bewegung, Landschaft und Ortswechsel kennenlernen, ohne sich auf ein einzelnes kulturelles Ziel festzulegen.
Römische Spuren und historische Bauwerke
Zu den in Calcinato gefundenen Relikten aus römischer Zeit zählen eine Apollo-Inschrift, ein Grab mit Grabbeigaben und ein Münzschatz aus der Kaiserzeit. Im Ortsbild steht außerdem der Torre Civica, ein mittelalterlicher Stadtturm mit Resten der Burg. So treffen archäologische Funde und sichtbare bauliche Spuren aufeinander und geben dem kulturellen Rundgang verschiedene zeitliche Ebenen.
Eine weitere historische Wegmarke ist die Ponte Settecentesco. Sie hat drei Bögen über den Fluss Chiese und verbindet die Gemeinde Calcinato mit ihrem Ortsteil Calcinatello. Im Inneren des Auditorium Don Bertini befinden sich Fresken, die von der Mitte des 16. bis ins 19. Jahrhundert datieren. Am Torre Civica erinnert eine Gedenktafel an 83 Gefallene des Ersten Weltkriegs.
Kirchen und Kunst in Calcinato
Die Pfarrkirche San Vincenzo di Calcinato liegt in panoramischer Lage auf der Spitze eines Hügels. Innerhalb der ehemaligen befestigten Einfriedung des Ortes nimmt sie den nördlichen Bereich ein. In ihrem Inneren befindet sich eine 1583 entstandene Auferstehung von Paolo Farinati. In Calcinatello enthält die Kirche Natività di Maria ein Fresko aus dem 16. Jahrhundert mit der Darstellung des heiligen Johannes des Täufers.
Auch kleinere Sakralbauten führen durch die Geschichte des Ortes. Die Chiesetta di San Francesco in Costiolo wurde gegen Ende des 16. Jahrhunderts von Francesco Bonacini erbaut. Ihr Hauptaltar besitzt ein verziertes hölzernes Antependium aus dem 16. Jahrhundert. In der Ortschaft Garletti entstand die Chiesetta di Santo Stefano im Mittelalter als Diakonie der Pieve di Pontenove di Bedizzole. Diese beiden Kirchen ergänzen das Bild um eigenständige historische Schauplätze abseits der größeren Bauwerke.
Familienzeit im Parco Più
Der Parco Più bietet Familien und Kindern zahlreiche Spielgeräte, Schaukeln, Rutschen und Picknicktische. Außerdem verfügt er über Einrichtungen, die den Zugang mit dem Rollstuhl ermöglichen. Damit spricht der Park neben kulturgeschichtlich interessierten Besuchern auch Familien an, die im Tagesverlauf einen eigenen Schwerpunkt mit kindgerechten Angeboten einplanen möchten.
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