Braone zwischen Stein, Kunst und Wegen
Braone zwischen Stein, Kunst und Wegen
Braone verbindet steinerne Ortsgeschichte, sakrale Kunst und Wege durch den südlichen Teil des Parco dell’Adamello. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, das sich nicht auf eine einzelne Sehenswürdigkeit reduziert: La Via della Pietra, das historische Zentrum und mehrere Routen setzen unterschiedliche Schwerpunkte zwischen Kultur und Landschaft.
Die Geschichte der Steinbearbeitung erleben
La Via della Pietra ist ein Rundweg durch drei Orte im Gemeindegebiet von Braone. Der Weg vermittelt die Geschichte und das bis heute fortbestehende Erbe der örtlichen Steinbearbeitung. Ein konkreter Schauplatz dieser Tradition ist der Steinbruch Dosso degli Areti. Er ist von Braone aus zu Fuß in etwa einer Stunde und zwanzig Minuten über die Straße in Richtung Negola-Servil und anschließend über einen Saumpfad erreichbar.
La Via della Pietra verwandelt den verlassenen Steinbruch Dosso degli Areti in ein kleines Freilichtmuseum über Mineralien, Orte und Wege im Parco dell’Adamello. Dadurch treten im Verlauf des Weges nicht nur die handwerklichen Spuren des Ortes, sondern auch seine Verbindung zu den Landschaften und Wegen des Parks hervor.
Routen oberhalb und durch Braone
Camminata Alta ist ein 4.250 Meter langer Rundweg mit insgesamt 250 Höhenmetern. Der Weg verläuft unmittelbar oberhalb von Braone im südlichen Teil des Parco dell’Adamello durch traditionell landwirtschaftlich geprägte Flächen und submontanen Wald. Der Start von Camminata Alta liegt etwa 100 Meter vom ausgestatteten Bereich Pom entfernt, nahe der Straße von Braone nach Niardo.
Der durch Braone führende Abschnitt des Cammino di Carlo Magno verläuft größtenteils durch Wälder und über bequeme Wege, die teilweise gepflastert sind und Ausblicke ins Tal bieten. Der Cammino di Carlo Magno führt von Breno über Niardo, Braone und Ceto bis nach Nadro. Eine Route beginnt außerdem in Scalassone auf 1.060 Metern an der Verzweigung von Val Paghera und Val Braone oberhalb von Braone in der Valle Camonica. So treffen in Braone Wege mit unterschiedlichen Landschaftsbildern und räumlichen Bezügen aufeinander.
Historisches Zentrum und sakrale Kunst
Im historischen Zentrum von Braone stehen noch vier Gedenkbrunnen aus dem Jahr 1923. In Braone befindet sich außerdem ein antiker Ofen aus Sarnico-Stein aus dem Jahr 1580. Casa Gronchi besitzt gotische Fenster und eine Tür im arabischen Stil aus dem Jahr 1511. Diese Bauwerke machen die Ortsgeschichte an mehreren konkreten Stellen sichtbar.
Die Pfarrkirche Santa Maria della Purificazione bewahrt ein Fresko der Madonna mit dem Kind aus der lombardischen Schule des 18. Jahrhunderts. Ebenfalls dort befindet sich ein Gemälde der Reinigung Mariens von einem anonymen Künstler des 16. Jahrhunderts. In Braone bereichert zudem ein aus dem Haus Lardelli in der Via Ziralda abgelöstes Freskentriptychon mit Darstellungen des heiligen Dominikus, der Heiligen Familie und des heiligen Petrus das künstlerische und historische Erbe des Ortes.
Hochfläche und Moore bei den Foppe di Braone
Zu den landschaftlichen Besonderheiten gehören die Foppe di Braone. Sie liegen auf etwa 1.700 Metern und bilden eine eiszeitlich entstandene Hochfläche mit Mooren, die von dichtem Wald umgeben ist. Damit reicht das Spektrum rund um Braone von historischen Spuren der Steinbearbeitung und sakraler Kunst bis zu deutlich alpiner geprägten Landschaftsräumen.
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