Artogne entdecken: Kirchen, Fresken und Montecampione
File:Presbiterio della Chiesa della Visitazione di Santa Maria ad Elisabetta (Artogne).jpg
Foto: Sportresults via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Artogne zeigt seinen Charakter besonders deutlich an seinen Kirchen, an Fresken mit präzisen Datierungen und an den unterschiedlichen Aktivitäten in Montecampione. Wenn Sie Kultur und saisonale Unternehmungen miteinander verbinden möchten, finden Sie hier historische Details ebenso wie Anknüpfungspunkte für Wandern, Mountainbiken, Skifahren und Snowboarden.
Kirchen zwischen Fresken und Jahrhunderten
Die Chiesa di Santa Maria Elisabetta bewahrt an ihren Eingangsportalen die Jahreszahlen 1532 und 1538. Im Presbyterium und an den Seitenwänden befinden sich Fresken, die nach den Restaurierungen von 1907 und 1969 wieder zum Vorschein kamen. Viele dieser Darstellungen zeigen marianische Ereignisse. Auch ihre Architektur verweist auf eine lange Geschichte: An den charakteristischen Elementen lässt sich die Kirche dem späten 15. Jahrhundert zuordnen.
Die Chiesetta di Sant'Andrea gilt allgemein als älteste der Kirchen von Artogne; ihre Ursprünge werden gewöhnlich in das 14. Jahrhundert datiert. Im Gewölbe des Presbyteriums besitzt sie außerdem ein Fresko in einer Lunette, das auf den 4. Juli 1515 datiert ist. Gerade die Verbindung aus hoher zeitlicher Einordnung und einem konkret datierten Bild macht diesen Sakralbau für Besucher interessant, die einzelne historische Spuren aufmerksam betrachten möchten.
Das heutige Gebäude der Parrocchiale di S. Maria della Neve a Piazze stammt aus dem 17. bis 18. Jahrhundert und ist der Wiederaufbau einer früheren Kirche, von der seit dem 15. Jahrhundert Nachrichten vorliegen. Im Inneren prägen weiß-goldfarbener Stuck sowie Freskenmedaillons an den Gewölben und in den Altarrahmungen den Raum.
Die Chiesa di San Rocco wird offiziell dem 16. Jahrhundert zugerechnet, hat jedoch ältere Ursprünge. In jedem Gewölbejoch des Kirchenschiffs befindet sich ein Medaillon mit Fresken, die Episoden aus dem Leben des heiligen Rochus darstellen und auf die Mitte des 19. Jahrhunderts datiert werden. Für eine kulturelle Erkundung von Artogne ergibt sich dadurch ein breites zeitliches Spektrum – vom 14. Jahrhundert bis in die jüngere Freskenkunst.
Tradition und Bewegung im Jahreslauf
Eine besondere Verbindung von Bewegung und örtlicher Tradition bietet die Camminata Tre Campanili. Der Lauf findet am Ostermontag in Artogne statt und führt über Straßen und Maultierpfade durch die Gemeinden Artogne, Pian Camuno und Gianico.
Für winterliche Aktivitäten bietet Montecampione Skifahren und Snowboarden an. Im Sommer stehen dort Wanderwege und Möglichkeiten zum Mountainbiken im Mittelpunkt. Das touristische Gebiet liegt zwischen den Gemeinden Artogne und Pian Camuno und erstreckt sich vom Dorf Montecampione 1200 bis zum Wohnkomplex „Le Baite“ beim Plan di Montecampione auf 1800 m Höhe.
Ein historischer Blick auf lokale Erzeugnisse
Auch die Wirtschaftsgeschichte besitzt in Artogne eine konkrete kulinarische Spur. Einer Katasterbeschreibung aus dem Jahr 1610 zufolge gehörten getrocknete Kastanien und Kekse zu den Erzeugnissen, mit denen Artogne ein bedeutendes Einkommen erzielte.
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