Mele: Papiergeschichte, Acquasanta und Wege der Landschaft

File:Tomba Mele C28 Cimitero di Staglieno.jpg File:Tomba Mele C28 Cimitero di Staglieno.jpg Foto: Sabas88 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mele lässt sich über mehrere Themen erschließen: Papiergeschichte, sakrale Kunst, Thermaltradition, lokale Küche und Wege in der Landschaft. Für Sie entsteht so ein Reiseziel, an dem sich Kulturinteressen und aktive Unternehmungen für die persönliche Planung klar unterscheiden lassen.

Papiergeschichte und sakrales Erbe

Im Museo Carta Mele steht die Papiergeschichte im Mittelpunkt. Es befindet sich in der ehemaligen Papiermühle Piccardo, die 1756 errichtet und 1985 geschlossen wurde. Besucher können dort den früheren Ablauf nachvollziehen: Pflanzenfasern und Altpapier wurden zu neuem Papier verarbeitet.

Eine wichtige religiöse Spur führt nach Acquasanta: Die erste sichere urkundliche Erwähnung des Santuario N.S. dell’Acquasanta stammt aus dem Jahr 1465. Die Cappelletta bei Acquasanta steht an einer Schwefelwasserquelle und beherbergt eine alte hölzerne Marienstatue. In Acquasanta findet die Festa N.S. Signora dell’Acquasanta am letzten Sonntag im Juli statt; zu ihr gehört eine Prozession bei Fackelschein.

Im Oratorio di Sant’Antonio Abate bewahrt ein Gemäldezyklus von Carlo Giuseppe Ratti Szenen aus dem Leben des heiligen Antonius Abbas aus den Jahren 1777–1782. Außerdem befindet sich dort eine Prozessionskiste des heiligen Antonius Abbas von Anton Maria Maragliano aus dem 18. Jahrhundert. Im Umfeld von Mele wurde der Thermalkomplex Terme di Acquasanta zwischen 1830 und 1832 errichtet, um schwefelhaltiges Wasser für Behandlungen zu nutzen. Zur lokalen Küche gehört die Sagra du fugassin, ein traditionelles Fest rund um die typischen Kartoffel-Focaccini von Mele.

Anreise und Orientierung

Für die Anreise zum Museo della Carta di Mele ist die Verbindung von Genua aus konkret beschrieben: Sie fahren mit der Bahn bis Genova Acquasanta. Von dort sind es zehn Minuten zu Fuß oder Sie nehmen die AMT-Buslinie 101 bis zur Haltestelle Acquasanta Santuario.

Landschaft, Berglauf und Wege

Auch die Landschaft bringt ein eigenes Beobachtungsthema mit: Das Gebiet von Mele dient Zugvögeln als Durchzugsgebiet, darunter dem Schlangenadler (Circaetus gallicus) und dem Wespenbussard (Pernis apivorus). Für sportlich orientierte Tage ist Vertikal Punta Martin ein Berglauf im Format eines Vertical Kilometers; der Start liegt in Acquasanta auf 165 m über dem Meeresspiegel, einem Ortsteil der Gemeinde Mele. Beim Sentiero Frassati ist einer der beiden Wege wegen alpinistischer Schwierigkeiten auf den schmalen Felsbändern des Nordgrats des Costolone Baiardetta erfahrenen Wanderern vorbehalten.

Der vollständige Weg von „Andar per Cartiere“ umfasst einen möglichen Pfad, der von Mele am Wildbach Gorsexio entlang zur Alta Via dei Monti Liguri führt. Ab „Fondocrosa“, dem südlichsten Ortsteil der Gemeinde Mele, führt „Andar per Cartiere“ zur „Ferriera“ mit einem Ensemble aus acht alten Papiermühlen. Auf dem Weg gelangen Besucher zur Ortschaft Gorsexio und können dort das Wasserrad einer alten Mühle sehen.

Wenn Sie ein Hotel in Mele auswählen, legen Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts zuerst fest: Papiermühle und Oratorio stehen für Kultur, Acquasanta für religiöse und thermale Geschichte, während Vertical Kilometer, Sentiero Frassati und „Andar per Cartiere“ andere Anforderungen an die Tagesplanung stellen. So bleibt die Unterkunftsentscheidung an Ihren konkreten Vorhaben orientiert.

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Weitere Reiseziele

Für die weitere Reiseplanung können Sie auch Bricco, Isola del Cantone, Castiglione Chiavarese, Nascio, Valbrevenna, Rossiglione, Leivi und Sella einbeziehen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Genua.

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