Tufino: Historische Spuren und Haselnusskultur

Tufino lässt sich über vier klar erkennbare Seiten entdecken: sein historisches Zentrum, die frühmittelalterliche Via Santa, das bewaldete Bergmassiv Spraghera und die Haselnusskultur. Diese Themen geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte für die Reiseplanung – von historisch interessanten Ortsräumen bis zu Landschaft und kulinarischer Prägung. Auch die Verkehrsachsen durch das Gebiet gehören zur praktischen Orientierung, wenn Sie Tufino als Aufenthaltsort betrachten.

Madonna di Loreto

Die Kirche Madonna di Loreto wurde zwischen 1324 und 1486 errichtet. Der belegte Errichtungszeitraum ergänzt die historischen Bezüge Tufinos um einen weiteren konkreten Bezug zur Ortsgeschichte.

Historische Spuren im Ortsbild

Das historische Zentrum von Tufino folgt einem antiken Decumanus-Grundriss. Wenn Sie sich für Stadtgeschichte und gewachsene Ortsstrukturen interessieren, können Sie den Ortskern daher unter dem Gesichtspunkt antiker Stadtplanung betrachten. Die besondere Grundform verleiht dem Zentrum eine konkrete historische Struktur, die über einzelne Gebäude hinausreicht.

Eine weitere historische Spur befindet sich in der Ortschaft Masseria Pagano bei Schiava di Tufino. 1995 wurde dort eine Kirche mit angrenzendem Friedhof entdeckt. Der Fundort verbindet die Ortsgeschichte mit einem archäologischen Zeugnis, das sich räumlich und inhaltlich klar von der Struktur des historischen Zentrums unterscheidet.

Kirche und Fundstelle bei Masseria Pagano

Die bei Masseria Pagano ausgegrabene Kirche war ein einschiffiger, einapsidiger Sakralbau mit einer Grundfläche von 7,5 mal 15 Metern und freskierten Wänden. Einapsidig bezeichnet dabei einen Bau mit einer Apsis; zusammen mit dem einschiffigen Grundriss und den Fresken ergibt sich eine präzise Vorstellung von der architektonischen Form.

Bei der Kirche von Masseria Pagano wurden sieben Gräber im Kirchenschiff und elf weitere in den Seitenräumen untersucht. Die dabei als besonders alt angesehenen Funde wurden in das 6. und 7. Jahrhundert n. Chr. datiert.

Die Via Santa als historischer Bezug

Die Kirche am Fundort bei Masseria Pagano lag an der frühmittelalterlichen „Via Santa“. Die Straße verband den basilikanischen Komplex von Cimitile mit Avellino.

Spraghera und die Landschaft

Das Bergmassiv Spraghera trennt die Gemeinden Tufino und Visciano voneinander. Seine hohe, dichte Vegetation bildet einen Wald und bringt neben den historischen Themen eine eigenständige Landschaftsperspektive in die Ortsbetrachtung. Wenn Sie Kultur und Natur in Ihrer Planung gemeinsam berücksichtigen möchten, ist Spraghera ein konkreter Landschaftsbezug für die Wahl Ihres Aufenthaltsortes.

Haselnussanbau und Sagra

Tufino ist insbesondere für den Haselnussanbau bekannt. Die Sagra della Nocciola findet jährlich statt, ist der Haselnuss gewidmet und umfasst Verkostungen sowie Stände mit Speisen und Wein.

Verkehrsachsen für die Ortsorientierung

Durch das Gebiet von Tufino verläuft die Autobahn A16 „Autostrada dei Due Mari“ von Napoli nach Canosa. Ebenfalls durchquert die Bahnstrecke der Circumvesuviana zwischen Napoli und Baiano das Gebiet. Diese beiden Verkehrsachsen bilden einen praktischen Bezugspunkt, wenn Sie Tufino als Aufenthaltsort in Betracht ziehen oder eine Unterkunft für Ihre Reise auswählen.

Weitere Orte entdecken

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Arzano, Monte Di Procida, Visciano, Frattamaggiore, Roccarainola, Brusciano, Nola und Agerola entdecken.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neapel.

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