San Vitaliano: Kirchen, Feste und Spuren einer langen Geschichte

File:San Vitaliano Station.jpg File:San Vitaliano Station.jpg Foto: Ogoorcs via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

San Vitaliano zeigt seinen besonderen Charakter in Kirchen, Plätzen, religiösen Festen und historischen Spuren, die weit in die Vergangenheit zurückreichen. Für Sie verbindet sich die Beschäftigung mit sakraler Kunst und lokaler Geschichte mit markanten Terminen im Jahreslauf. Auch die historische Straße zwischen Cuma und Nola gehört zu den konkreten Bezügen, die den Ort prägen.

Kirchen und Kunst im Ortsbild

Die Chiesa Madre ist ein Bau aus klassischem Tuffstein aus dem 17. Jahrhundert. Chiesa Madre bedeutet wörtlich Mutterkirche; Piazza bezeichnet einen Platz, Via eine Straße. An der Piazza Nicola Tufano beherbergt die Pfarrkirche Maria Santissima della Libera eine Statue des Schutzpatrons Vitaliano und eine Reliquie von ihm. Die Chiesa dell'Immacolata Concezione wurde vor 1752 erbaut. Der neben ihr stehende Glockenturm entstand 1874 und ist 42 Meter hoch.

Zur Ausstattung der Chiesa dell'Immacolata Concezione gehört ein Gemälde, das die Apotheose der Unbefleckten Empfängnis Mariens darstellt und die Signatur des Malers Angelo Mozillo trägt. Bei seinem Besuch der Pfarrkirche am 5. März 2018 schrieb der Kunstkritiker Vittorio Sgarbi das Gemälde „Jesus und die Apostel im Garten Getsemani“ Francesco Bassano zu, einem italienischen Maler des späten 16. Jahrhunderts. Die Signatur Angelo Mozillos gehört zum Bild der Apotheose, während Vittorio Sgarbis Zuschreibung den Titel „Jesus und die Apostel im Garten Getsemani“ betrifft.

An der Via Frascatoli wurde die Chiesa Maria Santissima della Libera gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Ersatz für die vorherige Kirche gegründet, die den Heiligen Simon und Judas Thaddäus geweiht war. Das Fest der in dieser Kirche verehrten Muttergottes findet am dritten Sonntag im September statt.

Historische Ebenen und alte Verkehrsbezüge

Die antike Siedlung Palmola war ein bereits Jahrtausende zuvor entstandenes Bauerndorf. Zwischen dem 6. und 9. Jahrhundert des ersten christlichen Jahrtausends wurde sie von den Langobarden des Gastaldats von Cimitile militärisch weitergenutzt, die in schwere militärische Auseinandersetzungen mit dem Herzogtum Neapel verwickelt waren. San Vitaliano liegt außerdem in einer alluvialen Ebene, die einst sumpfig und später außerordentlich fruchtbar war.

Zum städtischen und verkehrlichen Gefüge von San Vitaliano gehören Decumani, die als greifbare Spuren des hohen Alters des Ortes gelten. Die historische Straße zwischen Cuma und Nola hieß zunächst Via Adrianea, später Strada Regia und in jüngerer Zeit Via Nazionale delle Puglie.

Der Schutzpatron im öffentlichen Raum

Auf der Piazza Leonardo da Vinci steht eine lebensgroße Bronzestatue des heiligen Vitaliano, die ein einheimischer Bildhauer geschaffen hat und die der Gemeinde von einem frommen Mitbürger geschenkt wurde. Sie ergänzt die Kirchen um ein Werk im öffentlichen Raum.

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