Procida zwischen Terra Murata, Corricella und Vivara

File:Palazzo d'Avalos (Procida) 01.jpg File:Palazzo d'Avalos (Procida) 01.jpg Foto: Bernard Gagnon via Wikimedia Commons, CC-BY-4.0

Procida zwischen Küste und Inselnatur

Procida zeigt mehrere Gesichter: lange Strände, historische Ortsbilder, maritime Traditionen und eine eigenständige Inselküche. An der Ost- und Westküste liegen lange Strände zwischen Klippen und aussichtsreichen Landvorsprüngen; dort sind Spaziergänge in der Natur hoch über dem Meer möglich. Von Terra Murata aus bieten sich Panoramaausblicke über den Golf von Neapel. Damit finden Sie auf Procida unterschiedliche Anknüpfungspunkte für eine Reise, die Landschaft, Geschichte und lokale Eigenheiten miteinander verbindet.

Vivara: Natur und archäologische Spuren

Ein besonderer Naturraum ist die Riserva Naturale Statale Isola di Vivara. Mehr als 95 Prozent ihrer Oberfläche sind von natürlicher Vegetation bedeckt. Außerdem spielt Vivara auf den Zugrouten zwischen Europa und Afrika eine wichtige Rolle als Rast- und Nahrungsplatz für Vögel. Die Riserva Naturale Statale Isola di Vivara wurde am 28. August 2026 für die Öffentlichkeit wiedereröffnet; der Zugang ist ausschließlich nach vorheriger Online-Reservierung möglich. Im Museo Civico di Procida umfasst die Sebastiano Tusa gewidmete Ausstellung eine Auswahl repräsentativer archäologischer Funde aus Vivara.

Terra Murata und die Geschichte Procidas

Das mittelalterliche Dorf Terra Murata liegt auf dem höchsten Punkt von Procida. Im Jahr 1563 wurde „la Terra“, die anschließend den Namen Terra Murata erhielt, mit Verteidigungsmauern und Wachtürmen ausgestattet. Zur historischen Prägung gehört auch die Abbazia di San Michele Arcangelo, die 1026 als Benediktinerkloster gegründet wurde. Die Kirche der Abtei wurde später, vermutlich gegen Ende des 15. Jahrhunderts, San Michele Arcangelo gewidmet, dem Schutzpatron von Procida. Die Abbazia di San Michele Arcangelo hat zwei Eingänge; der Haupteingang heißt Porta del Carmine. Einen anderen Schwerpunkt setzt das Museo del Mare di Procida, das 1996 geschaffen wurde, um die jahrhundertealten Seefahrtstraditionen der Insel zu fördern.

Marina Corricella und lokale Spezialitäten

Marina Corricella ist das älteste Fischerdorf von Procida und über das Meer oder über vier Treppenwege erreichbar. Ihre heutige Form entwickelte die Marina ab dem 17. Jahrhundert als Beispiel für spontane Architektur. Cala Pozzo Vecchio ist auch unter dem Namen „Spiaggia del Postino“ bekannt. Zur kulinarischen Identität der Insel gehören die als „limoni pane“ bezeichneten Zitronen. Sie werden für Saft, in Scheiben und im klassischen Salat verwendet. Die Creme des charakteristischen Inseldesserts Lingua di pasta sfoglia wird mit Zitrone aromatisiert.

Eine Unterkunft nach Ihren Interessen wählen

Wenn Sie ein Hotel auf Procida auswählen, können Sie Ihren Aufenthalt an den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren: historische Orte wie Terra Murata und die Abtei, maritime Kultur rund um Marina Corricella, Naturbeobachtung auf Vivara, Küstenwege oder die Küche der Insel.

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