Paolisi am Fuß des Partenio

File:Valle Caudina da Paolisi.jpg File:Valle Caudina da Paolisi.jpg Foto: Decan via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Paolisi liegt am Fuß der Bergkette des Partenio und ist reich an Kastanienhainen, die das Valle Caudina abschließen.

Palazzi und Villen mit charaktervollen Details

Im Palazzo De Mauro bewahrt ein mit weißem Stein gepflasterter Innenhof einen kunstvollen Brunnen. Erhaltene Arkaden und Außentreppen führen zu den Loggien und geben dem Gebäude eine klar gegliederte räumliche Struktur. Für Kulturinteressierte liegen hier Hof, Arkaden, Außentreppen und Loggien als konkrete architektonische Details eng beieinander.

Palazzo Bifano trägt auch den Namen Casa Averna und wurde zwischen dem späten 17. und dem frühen 18. Jahrhundert errichtet. Das Gebäude umfasst mehr als 40 Räume, zwei Innenhöfe und einen ummauerten Garten. Die Größe und Abfolge dieser Bereiche prägen die räumliche Struktur von Palazzo Bifano.

Palazzo Bifaniello besitzt ein Eingangsportal von 1787 und einen gepflasterten Innenhof mit einem steinernen Brunnen. Diese Elemente liegen innerhalb einer ursprünglichen Baustruktur aus dem 17. Jahrhundert. Villa Bove ist eine L-förmige, zweigeschossige herrschaftliche Villa, die zwischen 1792 und 1872 von örtlichen Handwerkern errichtet wurde.

Ein weiteres Atrium mit neoklassizistischer Malerei

Palazzo Bifano Fabbrica Nuova besitzt ein Atrium mit neoklassizistischer Trompe-l’œil-Malerei und einem Familienwappen. Damit tritt neben die gepflasterten Höfe und steinernen Brunnen ein Innenraum mit illusionistischer Wandgestaltung.

Auch der Palazzo Romano bewahrt markante Einzelheiten: Er wurde 1773 errichtet und besitzt ein Eingangsportal aus behauenen Steinquadern sowie einen spätbarocken Balkon. In der Villa Bove erstreckt sich außerdem eine Sonnenterrasse über den Hof Maietta-Gallo, die einen ansprechenden Aussichtspunkt bildet.

Sakrale Architektur mit Stuck, Majoliken und Biforen

Die Cappella del SS Rosario besitzt barocke beziehungsweise neoklassizistische Stuckdekorationen. Ihre Majoliken zeigen die Madonna del Rosario sowie die knienden Heiligen Klara und Dominikus. Die Chiesa di San Tommaso ergänzt dieses architektonische Bild mit einer Fassade im romanischen Stil, einem dreieckigen Giebel und Biforen anstelle eines Rosettenfensters. In der Cappella steht damit die Ausstattung im Inneren im Vordergrund, während die Chiesa di San Tommaso durch ihre Fassadengliederung geprägt ist.

Bei einem Spaziergang zu Fuß vom Grenzgebiet zu Rotondi aus lassen sich die architektonischen Elemente des kleinen caudinischen Zentrums von Paolisi betrachten.

Landschaft und Anreise nach Paolisi

Im Gebiet von Paolisi gibt es entlang des „traforo“ außerdem eine Fitnessanlage in unberührter Natur. Die Lage entlang des „traforo“ verknüpft die Anlage mit dem Landschaftsraum von Paolisi.

Für die Anreise ist die Station Rotondi-Paolisi relevant: Sie ist eine Haltestelle der Ferrovia della Valle Caudina. Die Bahnstrecke ist derzeit von Bauarbeiten betroffen. Für die Tagesplanung können Architekturinteressierte den Spaziergang durch Paolisi und die Landschaftspunkte am Partenio sowie entlang des „traforo“ als getrennte Schwerpunkte betrachten.

Weitere Reiseziele: Dugenta, Sant'angelo A Cupolo, Signorindico, Campolattaro, San Salvatore Telesino, Pontelandolfo, Sant'agata Dé Goti, Paupisi

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Benevent.

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